Neubau 70cm

Nachdem wir im Herbst 2002 günstig zu einem 18m Versatower kamen und die alte 70cm Gruppe bereits leichte Alterscheinungen zeigte, stand unsere Entscheidung recht schnell fest. Eine neue Gruppe mit 16 x 21 Element Yagis sollte gebaut werden. Bereits über den Winter liefen die Planungen auf Hochtouren. Es wurden noch 8 Yagis bestellt, die alten konnten nach etwas zurechtbiegen wieder verwendet werden.

Als dann im März der letzte Schnee verschwunden war, konnte es endlich losgehen. Während sich Reinhold, DL6NAA mit der Konfektionierung der Kabel beschäftige, kümmerten sich Helmut, DJ2NR und Thomas, DH1NFL um den Bau des neuen “H” an dem die Antennen später befestigt werden sollten.

     

Nach mehreren Tagen schweißen und ausrichten war die erste große Hürde genommen. Der zukünftige Antennenträger stand vor uns. 12m hoch, höher als ein Einfamilienhaus. Inzwischen waren auch die neuen Antenenn zusammengebaut und die Kurzwellenantennen die über den Winter den Versatower zierten demontiert. Der Mast war schnell gekippt und das “H” konnte befestigt werden.

     

     

Nun stand die Montage der Antennen auf dem Programm. Ein kleines Problem stand jedoch noch dazwischen. Der Abstand zwischen gekippten Mast und Erboden war zu gering um die Antennen anzubringen.Also ab an die Spaten und es wurden 16 Löcher geschaufelt und schon konnte es los gehen. Wer schon mal eine Antennengruppe gebaut hat, weiß, dass es nicht ganz so einfach ist alle Antennen in einer Flucht, im richtigen Abstand und im rechten Winkel zu montieren. Bei 16 Antennen steigt der Spaß natürlich ins unermessliche. Aber auch diesen Punkt konnten wir schließlich abhaken und nun mußte nur noch an jeder Antennenhalterung ein Schweißpunkt gesetzt werden um zukünftiges Verdrehen der Antennen zu verhindern. 

     

     

     

Eine weitere Etape lag somit hinter uns und wir begaben uns sogleich auf die nächste. Es müssten die Aufstockleitungen montiert, angeschlossen und mit Schrumpfschlauch abgedichtet werden, so dass die nächsten Jahre Wasser keinerlei Chance hat. Wir schlossen je zwei Antennen zusammen, dann zu vier und wiederrum die entstandenen Vierergruppen an einen Anpasstopf. Nun stand einem ersten Test nichts mehr Weg. Das SWR war auf Anhieb gut, Empfangsprobleme an einer Vierergruppe waren schnell behoben. Reinhold, DL6NAA überzeugte sich noch, ob auch wirklich alle Antenenn strahlen und wir konnten damit beginnen alles für das Aufrichten des Mastes vorzubereiten. Es wurden Querstreben eingezogen, Seile angebracht und alle Stellen die zu rosten drohen mit Farbe davor geschützt.

     

     

     

Am 02. Mai stand der große Augenblick bevor. Das Gebilde sollte aufgerichtet werden. Da uns das Vertrauen in das 6 mm Seil des Versatowers etwas fehlte, holten wir uns einen Kran zur Unterstützung. Der Gurt wurde angehängt und es konnte losgehen. Innerhalb weniger Minuten stand unsere neue Gruppe in seiner vollen Größe vor uns. Jetzt noch schnell den Mast auskurbeln und ab in die Hütte. Die Tests konnten beginnen. Das Abhören der Baken konnte uns zunächst nicht richtig überzeugen, DL0UB in Berlin war relativ schwach zu hören, wir hatten uns eigentlich mehr erwartet. Die Überzeugung war aber schnell zurück, als die ersten QSOs im Log standen. Verbindungen mit Stationen aus JO44, JN54, JN99, JN87, und JN86 brachten uns Rapporte mit 59 und darüber.  Ob die Gruppe wirklich gut funktioniert, sollte sich bereits am nächsten Tag herausstellen, da der IARU Contest anstand. Mehr dazu hier...

     

     

Herzlichen Dank auch an alle die mitgeholfen haben, ohne die dieses Projekt wahrscheinlich nicht möglich gewesen wäre: DL4NDC, DC4YA, DL2AX, DF7NE, Alex Mende

Danke auch an alle, die wir vergessen haben und hier nicht mit aufgeführt sind

DH1NFL 07.05.03

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